Milchgeld-Rechner – Auszahlung nach Fett & Eiweiß
Menge und Inhaltsstoffe eingeben und die ungefähre Milchgeld-Auszahlung samt Preis je kg berechnen. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Vereinfachtes Modell: Basispreis bei 4,0 % Fett / 3,4 % Eiweiß, plus/minus Zuschlag je 0,1 % Abweichung. Reale Molkerei-Abrechnungen enthalten weitere Zu-/Abschläge (Qualität, Gentechnikfrei, Bio, S-Klasse, Saison) und Umsatzsteuer – Richtwert ohne Gewähr.
Milchleistung laufend erfasst
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So wird das Milchgeld gerechnet
Die Molkerei zahlt einen Basispreis je Kilogramm, der für festgelegte Referenz-Inhaltsstoffe gilt – in Österreich meist 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Liefert deine Milch mehr, gibt es Zuschläge; liefert sie weniger, wird abgezogen.
Preis je kg = Basispreis + (Fett − 4,0 %) je 0,1 % × Fettzuschlag + (Eiweiß − 3,4 %) je 0,1 % × Eiweißzuschlag
Beispiel mit den Voreinstellungen des Rechners (Basis 42 Cent, 0,5 Cent je 0,1 % Fett, 1,0 Cent je 0,1 % Eiweiß): Bei 4,2 % Fett und 3,5 % Eiweiß ergibt das 42 + 1,0 + 1,0 = 44,0 Cent je kg. Bei 20.000 kg Liefermenge sind das 8.800 Euro.
Basispreis und Zuschläge sind im Rechner überschreibbar. Nimm die Werte von deiner eigenen Abrechnung – dann passt das Ergebnis zu deiner Molkerei.
Warum Eiweiß mehr wert ist als Fett
Der Zuschlag für Eiweiß ist bei den meisten Molkereien etwa doppelt so hoch wie der für Fett. Der Grund liegt in der Verarbeitung: Käseausbeute hängt vor allem am Kasein, also am Eiweiß. Milchfett lässt sich dagegen leichter zukaufen und ausgleichen.
Für die Fütterung heißt das: Ein Zehntelprozent mehr Eiweiß bringt bei 20.000 kg rund 200 Euro im Jahr, dasselbe beim Fett etwa 100 Euro. Beides lässt sich über Energie- und Proteinversorgung der Ration beeinflussen – Eiweiß allerdings träger als Fett.
Was in der echten Abrechnung noch dazukommt
Der Rechner bildet den Kern ab. Auf der Molkereiabrechnung stehen zusätzlich Positionen, die den Auszahlungspreis deutlich verschieben können:
- Qualitätsklasse – Keimzahl und Zellzahl entscheiden über Zuschlag oder Abzug
- Programmzuschläge – Gentechnikfrei, Heumilch, Bio, Weidemilch, Tierwohl
- Saisonstaffel – im Frühjahr bei hoher Anlieferung oft weniger, im Herbst mehr
- Mengenstaffel – größere Liefermengen werden von manchen Molkereien besser bezahlt
- Umsatzsteuer – der Rechner liefert einen Nettowert; bei pauschalierten Betrieben kommt sie noch dazu
- Abzüge – Erfassungs- bzw. Transportkosten, Beiträge, Nachzahlungen aus dem Vorjahr
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Häufige Fragen zum Milchgeld
Wie wird das Milchgeld berechnet?
Aus einem Basispreis je kg (bei Referenz-Inhaltsstoffen, meist 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß) plus/minus Zuschlägen je 0,1 % Abweichung bei Fett und Eiweiß, multipliziert mit der Liefermenge.
Warum ist Eiweiß meist höher bewertet als Fett?
Weil Eiweiß in der Verarbeitung (Käse) besonders wertbestimmend ist. Der Zuschlag je 0,1 % Eiweiß ist daher in der Regel höher als jener für Fett.
Welche Zuschläge fehlen im Rechner?
Reale Abrechnungen enthalten weitere Kriterien: Qualitätsklasse (S-/1-Klasse), Gentechnikfrei, Bio, Heumilch, Saison- und Mengenstaffeln sowie die Umsatzsteuer. Der Rechner liefert einen Richtwert.
Wo sehe ich meine Milchleistung je Kuh?
In AGRIVO erfasst du die Milchleistung je Tier und siehst Herden-Durchschnitt, Top-Tiere und Trends auf einen Blick.
Ist der voreingestellte Basispreis von 42 Cent realistisch?
Es ist ein Startwert zum Überschreiben, kein Marktpreis. Der tatsächliche Basispreis steht auf deiner Molkereiabrechnung, schwankt monatlich und unterscheidet sich je nach Molkerei und Programm deutlich. Trag deinen eigenen Wert ein, dann stimmt das Ergebnis für deinen Betrieb.
Rechnet der Milchgeld-Rechner netto oder brutto?
Netto, also ohne Umsatzsteuer. Bei pauschalierten Betrieben kommt die Umsatzsteuer auf den errechneten Betrag noch dazu - was auf der Abrechnung dann als höherer Auszahlungsbetrag erscheint.
Passend dazu
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- Futterbedarf-Rechner – Grundfutterbedarf der Herde abschätzen
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